Lehrstuhl für Informatik V (Informationssysteme)


Novel Approaches to Theories Underlying Requirements Engineering


Beteiligte Mitarbeiter

Dr. rer. nat. K. Pohl
Dipl.-Inform. R. Dömges
Dipl.-Inform. P. Haumer
Dipl.-Inform. St. Jacobs
Dipl.-Inform. R. Klamma
Dipl.-Inform. H.W. Nissen
Dipl.-Inform. K. Weidenhaupt

Beteiligte Institute und Universitäten

City University, London, England
ICS-Forth, Heraklion, Kreta, Griechenland
SISU, Kista, Stockholm, Schweden
Université Paris 1 Pantheon-Sorbonne, Paris, Frankreich

Laufzeit

August 1992 - August 1995

Förderung

ESPRIT Basic Research Project 6353

Projektbeschreibung

Am ESPRIT Basic Research Project NATURE (Novel Approaches to Theories Underlying Requirements Engineering, ESPRIT 6353) sind unter Leitung des Lehrstuhles Informatik 5 der RWTH Aachen Partner aus England, Frankreich, Griechenland und Schweden sowie Kooperationspartner in Canada und den USA beteiligt. Gegenstand ist die Untersuchung zentraler Probleme des Requirements Engineering wie z.B. Auswahl, Darstellung und Wiederverwendbarkeit von Anforderungen (Requirements), nichtfunktionale Entwurfsziele oder die Transformation natürlichsprachlicher Anforderungen in eine formale Semantik. Diese Probleme werden aus den Blickwinkeln der Domänenanalyse, der Prozeßsteuerung und der formalen Repräsentation betrachtet.

Die Domänentheorie soll die Identifikation, Akquisition und Formalisierung von Domänenwissen erleichtern. Darüberhinaus werden Konzepte erarbeitet, die mit Hilfe von Ähnlichkeitsabbildungen und Klassifizierung Wiederverwendbarkeit unterstützen.

Innerhalb der Prozeßsteuerung sollen Aktionen zur Entwicklung von Software mit unterschiedlichen Detaillierungsgrad entwickelt werden, die eine kontextabhängige, entscheidungsgesteuerte Softwareentwicklung ermöglichen. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die Berücksichtigung von Abhängigkeiten zwischen Objekten (Requirements, Agenten, ...) und die Voraussetzungen für Aktionen. Daneben soll der Einfluß von Domänenwissen auf Aktionen wie z.B. Validierung und Sichtenintegration untersucht werden.

Die formale Repräsentation schafft einen Rahmen fur Domänenanalyse und Prozeßsteuerung geschaffen. Darüberhinaus müssen die System-, die Benutzer- und die Gegenstandswelt in einer einheitlichen Repräsentation integriert werden. Die Integration muß eine formale Darstellung von Eigenschaftetn informeller Sprache wie z.B. Mehrdeutigkeit, Unvollständigkeit, Widersprüchlichkeit, Vereinfachung oder Redundanz beinhalten.

Um die in den verschiedenen "Blickwinkeln" entwickelten Theorien zu bewerten, werden diese in der Modellierungssprache TELOS dargestellt, und in einem Prototyp auf der Basis des Systems ConceptBase experimentell realisiert und durch Beispielanwendungen validiert.

Veröffentlichungen

NATURE Report Series