Lehrstuhl für Informatik V (Informationssysteme)
Die Domänentheorie soll die Identifikation, Akquisition und Formalisierung von Domänenwissen erleichtern. Darüberhinaus werden Konzepte erarbeitet, die mit Hilfe von Ähnlichkeitsabbildungen und Klassifizierung Wiederverwendbarkeit unterstützen.
Innerhalb der Prozeßsteuerung sollen Aktionen zur Entwicklung von Software mit unterschiedlichen Detaillierungsgrad entwickelt werden, die eine kontextabhängige, entscheidungsgesteuerte Softwareentwicklung ermöglichen. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die Berücksichtigung von Abhängigkeiten zwischen Objekten (Requirements, Agenten, ...) und die Voraussetzungen für Aktionen. Daneben soll der Einfluß von Domänenwissen auf Aktionen wie z.B. Validierung und Sichtenintegration untersucht werden.
Die formale Repräsentation schafft einen Rahmen fur Domänenanalyse und Prozeßsteuerung geschaffen. Darüberhinaus müssen die System-, die Benutzer- und die Gegenstandswelt in einer einheitlichen Repräsentation integriert werden. Die Integration muß eine formale Darstellung von Eigenschaftetn informeller Sprache wie z.B. Mehrdeutigkeit, Unvollständigkeit, Widersprüchlichkeit, Vereinfachung oder Redundanz beinhalten.
Um die in den verschiedenen "Blickwinkeln" entwickelten Theorien zu bewerten, werden diese in der Modellierungssprache TELOS dargestellt, und in einem Prototyp auf der Basis des Systems ConceptBase experimentell realisiert und durch Beispielanwendungen validiert.