von, zu und mit Markus
0. Ouvertüre
1. Aufzug: Der Jenner
ohne Aufzug: Der Schneipstein
Es zieht sich: Die Götzenalm
Zugig: Die Wasseralm
Zweizügig: Kärlinger Haus
Abzüglich: Ingolstädter Haus
Entzug: Die Saugasse
Special Bonus:
The
Making Of ...
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Startenor Christoph, die tragendste Rolle im ganzen Stück; bringt Handlung, Gepäck und Personen voran. Kann keinen Berg rechts liegen lassen. Darum muß rechts auch immer der Königssee sein. Ziel: mit dem Drainagebagger aufs Matterhorn |
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Susanne von Frankfurt, Bewahrerin der Murmeltiere, Trägerin des großen Rucksacks am Band. Führt unerschöpfliche Essensvorräte mit. Der eingebaute Nahrungs-Disintegrator bedarf gelegentlicher Abkühlung in Bergseen. Der Cw-Wert der Kopfbedeckung kennzeichnet sie als Hermes-Geweihte. Ziel: immer eine Nasenlänge voraus |
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Holger Breitkrempe, Jäger der gescheckten Ente, Lord Mountkletton. Begann seine Kariere als Lumpensammler. Sammelt nun 10000er. Geheimwaffe: die um den Hut gewickelte Bullenpeitsche. Ziel: Bernhardiner |
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Eva, Örks, Lady Schnellschritt, Organisatorin des Heldenaufmarsches; besiegt jedes Wesen durch betörenden Gesang, betörende Malerei und sonstige Torheiten; ihre Stärke und Schnelligkeit begründen sich in der ausschließlich auf Vitamintabletten beruhenden Diät. Ziele: liegen wie immer völlig im Dunkeln |
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Karl-Heinz, Meister von Beil, Axt und Säge, Schrecken aller Förster, Waldpächter und Langschläfer; bahnt den Weg der Helden über Berg und Tal, ständig auf der Suche nach dem billigsten Apfelschorleproduzenten Ziel: Hütte, a Maß und Fußbänkchen |
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Gabriela, elfische Seherin, sieht so klar, daß fast immer eine Sonnenbrille notwendig ist; sieht Steilwände gar nicht gerne; gibt auch auf anstrengenster Route kein Gramm Gepäck auf Ziel: mehr Geländer |
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Walter, Walti, QA-IP, SPI-BAN, CMM-EEE, SE/RE-HADSCHI (diese offensichtlich in den Kreuzzügen erworbenen arabischen Ehrentitel lassen sich leider nicht übersetzen); zieht noch heute gleichmäßigen Schritts kreuz und quer durch die Alpen Ziel: proaktiv die Integration der geplanten Maßnahmen mit den durchzuführenden Heldentaten zu instanziieren (oder so ähnlich) |
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Rosmarie, Surefuß und Fastfinger; findet jeden Weg, zieht und schießt am schnellsten (Photos); wäre Waldläuferin geworden, wenn das viele Laufen nicht so anstrengenden wäre; watet nun lieber durch Daten Ziel: unklarli, die entsprechenden Interviewlis scheiterten am fehlenden gemeinsamen Kommunikationsplattförmli |
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Miriam, Junior-Heldin, Pferde-Karawneuse; alle Orakle sagen große Heldentaten voraus, kämpft aber vorerst noch mit Wasserflaschen, Vätern, Steigungen und fehlenden Pferden, zeigt einen funktionierenden Stalltrieb. Die verwickelten Verwandschaftsbeziehungen zwischen, Ihr, Holger, Christoph und Karl-Heinz gäben vermutlich Stoff für mehrere Nibelungensagen. Ziel: groß, stark und abiturreif werden |
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Markus (aufgrund eines Transkriptionsfehlers häufig auch "der Holländer" genannt), Chronist. Selbstverständlich der Verwegenste, Todesmutigste, Schnellste, Stärkste, Blauäugiste, am besten Singende und Wichtigste der Heldengruppe (tja, es lohnt sich halt doch, den wehenden Mantel der Geschichte selbst zu schreiben). Ziel: heil unten ankommen |
Es begab sich also in einem gar nicht so fernen Land, daß die Männer Lederhosen, die Frauen Dirndl, die Kirchtürme Zwiebeln und die Bahnhöfe Handstelltafeln trugen.
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Dies machte das ganze Land zu einer weitbekannten Idylle und sorgte dafür, daß das Land genauso von Touristen überschäumte wie sein Bier. Darob waren die Eingeborenen dieses Landstrichs glücklich und zufrieden, bedeutete es doch viel Geld ohne ständig mühevoll die Kühe auf die Alm und den Hannes von nebenan hinunter treiben zu müssen. Und so würden sich die Bewohner des Landstrichs noch immer sonntäglich in Lederhose und Dirndl zwängen, kontrollieren, ob die Zwiebel noch nicht vom Kirchturm gefallen ist und sodann an der Parkplatzschranke auf die Touristen warten. Und die Saga wäre zu Ende, bevor sie begonnen hätte.
Doch, oh sehet, es dräut sich schreckliches Unheil zusammen, sind doch Sie in diese Gegend gekommen. Sie, die Furchtbaren, die Unberechenbaren, die Unnahbaren, die Unfaßbaren. Sie, die drei Stimmen aus dem Off:
1. Stimme: Wann treffen wir drei hier wieder zusamm´?
2. Stimme: Zur nachten Zeit
3. Stimme: beim Neumondschein
1. Stimme: wenn man die Hand nicht sehen kann
2. Stimme: dann wird Natur
3. Stimme: alsbald zu Stein.
1. Stimme: Das soll sie lehr´n, denn
Alle: Tand, Tand
verkauft hier schon jeder Touri-Stand.
3.
Stimme: Aber wollen wir uns wirklich hier treffen? Die Aussicht ist
nicht so toll. Viel zu niedrig
2. Stimme: Und ziemlich schattig. Und soviel Kies. Außerdem stören die ganzen Ausflügler das Ritual und wollen dann sicher wissen, ob sie mal aus dem Kessel kosten dürfen.
1. Stimme: Und den Steig da links haben anscheinend schon SIE lebensgefährlich gemacht. Da bleiben einem ja gar keine Fingerübungen. Nun denn,
So sei es an einem anderen Ort
2. Stimme: mit grünem Gras
3. Stimme: und guter Sicht,
1. Stimme: er sei aber nicht zuweit fort,
2. Stimme: am Königssee
3. Stimme: bei toter Ficht´.
[alle Stimmen aus dem Off: ab]
Und
während Sie sich vorläufig von dannen heben,
demonstrieren Sie sich schnell noch die neusten
Versteinerungsmöglichkeiten. Etwaige Nebenwirkungen, wie Bäume
mit versteinerten Wurzelballen, wurden am Wegesrand abgestellt. (Sehr
weit aus dem Off: Stimme 2: Was? Du willst das doch wohl nicht hier
stehen lassen? Stimme 3: Wieso nicht? Bezahle ich etwa keine
Müllgebühren?)
Natürlich lassen es sich die Nornen (Norma, Aldi und Lidl) nicht nehmen, ein Gruppe Helden gegen Sie antreten zu lassen. Aus so einer Begegnung muß sich doch unendlich viel Garn spinnen lassen. Als Bezahlung werden größere Mengen Nudeln, Zucker und Vitamintabletten vereinbart.
Und so erreichen auch unsere Helden bald darauf auf schweizer und deutschen Rappen den besagten Landstrich, kleiden sich unauffällig standesgemäß und stimmen sich auf den Ernst der Lage ein (man beachte die bereits fortschreitende Versteinerung des vormals grasgrünen Bodens).

Der
Aufstieg gestaltet sich erfreulich schweißlos, hat doch die
örtliche Kutscher-Gilde eine Bergkutschenkette installieren
lassen, die Reisende durch die Luft den Berg hinauf befördert
(solche Wunder lassen sich natürlich nicht photographieren).
Oben angekommen beginnt Rosmarie gleich mit ihrer Multi-Photo
HighSpeed-Kamera (magische Wirkung gegen rote Augen, Dunst und
Dunkelheit) die Gegend zu vermessen.
Schließlich muß
jeder möglichen Treffpunkt von Ihnen aufgespürt,
erfaßt und unbrauchbar gemacht werden.
Den weitere Weg, zunächst äußerst bequem auf gut ausgebauten Römerstraßen , finden unsere Helden jedoch blockiert vor. Wilde Bestien schieben sich zwischen sie und die Berge (hier vom Chronisten todesmutig photographiert) und lechzen nach Blut.
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Beschluß des Rates: Nahe Hütte in Beschlag nehmen, rasten und am nächsten Morgen früh an den Bestien vorbeischleichen.
Die Nacht ist etwas laut (als Bezahlung war ausgemacht worden, daß Karl-Heinz 25 Doppelzentner Brennholz sägen solle) aber ereignislos.
In
der Nacht erhielt Gabi in ihrer Eigenschaft als Seherin die
Eingebung, daß auf der naheliegenden Götzenalm gar
fürchterliche, den alten Götzen geweihte Rituale
stattfänden. Dies kann natürlich kein wahrer Gläubige
der neuen Götzen auf sich beruhen lassen. Und möglicherweise
steigert dies sogar Ihre Macht. Ein Teil der Gruppe zieht also
auf einfachen Wegen über den Schneipstein um dort Gabi eine noch
bessere Sicht auf die Dinge der niederen Welt zu verschaffen.
Gleichzeitig kämpft sich ein kleines Vorauskommando
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Von dort: |
nach da: |
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über hier |
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dann todesmutig diese Steilwand entlang
um Mittagsstation und Götzenalm frühzeitig gegenüber anderen Heldengruppen zu sichern. Dabei stellen sich ihnen zahllose Gefahren durch Geröllfelder,
Gletscher und angreifende Eisbären (auf rechtem Photo setzt sich der Chronist gerade erfolgreich gegen einen zur Wehr) entgegen. Selbstverständlich alles problemlos gemeistert.
Durch
Einsatz geheimer magischer Waffen
kann auch das Ziel, See und Götzenalm von anderen Heldengruppen freizuhalten, erreicht werden.
Doch
..... das Problem der Götzen stolpert noch immer ungelöst
durch die Geschichte. Würde ein Meuchelmord am Hohenpriester
helfen, die Bestechung des hochehrwürdigen Akkordeonspielers des
Tempels, das Leeressen der Speisekammer?
Nur wenige Liter
Dopingmittel später erschien den weisen alten (ähem) Damen
der Gruppe jedoch die Lösung. Ganz klar! Man entferne zwei ´ö´
punkte und schon verschwinden alle Götzen von der Alm.
Natürlich
ist insbesondere das Überleben in den versteppten Hochebene der
Berge um den Königssee nicht das einfachste. Schon bald sieht
man den Chefkoch entnervt fragen: "Wo, ja Wo bleibt das
Fleisch?"
Schließlich ist die Jagdtruppe schon länger losgezogen, einige der wenigen Bewohner der Wildnis zu jagend. Die Murmeltiere. Eine nicht ungefährliche Gattung, murmeln sie doch ständig Zaubersprüche vor sich hin, die sie entweder schnell wie der Blitz machen oder ihre Jäger einschläfern.
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Natürlich müssen gewisse Riten eingehalten werden, um die (neuen) Götzen ob solcher Grausamkeiten zu besänftigen.
"Wasser,
Wasseralm, .... stetes Wasser höhlt den Stein", so hört
man die weisen jungen (ähem) Damen während des weiteren
Weges sinieren. Und als sich der zwischendurch gefundene Treffpunkt
als nicht den Weissagungen entsprechend herausstellt (zu wenig
Untersee zu sehen), ist der weitere Weg klar: Auf zur Wasseralm. Dort
muß sie sich finden lassen, die Essenz, Sie zu besiegen
(und langsam drängt die Zeit, schließlich rückt der
Neumond immer näher).


Doch
- auch hier kein Erfolg. Als Dank für das von der
Hermes-Geweihten mit geweihten Geweihen geweihte Waschwasser versorgt
die Einsiedlerin der Wasseralm die Helden jedoch nicht nur mit einem
Nachmittagsmahl sondern verrät Ihnen auch ihr wirkliches Ziel:
Das Wasser der Wunderquelle macht jeden Ort unbrauchbar für
Versteinerungszauber. Zwar herrscht nach einem Blick auf die diversen
Karten eine gewisse Uneinigkeit zwischen den Helden, wo diese
Wunderquelle wohl zu suchen sei, aber zumindest das Kärlinger
Haus wird als nächste Station ausgemacht.

Während
sich von dort dann eine Gruppe in Richtung Ingolstädter Haus
verirrt, eine andere beschließt, die Wunderquelle irgendwo in
der Nähe zu suchen, machen sich allein die erfahrensten Helden,
Walter, Rosmarie und natürlich der Chronist, auf die lange Reise
durchs steinerne Meer. Es wird übrigens vermutet, daß an
dessen Stelle früher ein gewaltiger Bergsee die Landschaft
beherrschte, bis ...... SIE (die Vorläufer von Ihnen)
vorbeikamen und alles versteinerten.
Und wieder über höchste Gipfel kämpfen unsere Helden sich vor. Das Bild, welches den Chronisten ohne Sauerstoffmaske, Seil und doppelten Boden auf dem 2100m hohen Gipfel zeigt, kann allerdings leider nicht gezeigt werden, da die Photographin vor Erschöpfung den Auslöser nicht mehr fest genug drücken konnte.
Die Wunderquelle hält - Ihrem Namen entsprechend- ein Wunder bereit: Ausgetrocknet. Kann das möglich sein? Ein Gegenwunder? Nein, Sie müssen Ihre Finger im Spiel haben. Und tatsächlich, die wenigen Tropfen die aus der Quelle rinnen, riechen verdächtig nach Banane....

Zurück am KärlingerHaus kommt darum sogleich das Seegeschwader der Helden zum Einsatz. Auftrag: die Bananenschale finden, mit der der Zufluß der Wunderquelle aus dem Funtensee verstopft worden ist.
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Und,
angeheizt durch die sommerlichen Badetemperaturen finden unsere
Helden schnell die fragliche Stelle. Susanne balanciert hier
triumphierend die erst nach langem Kampf durch Pfählung mittels
Cocktailspießchen besiegte Vampirbananenschale (auf dem Photo
natürlich unsichtbar) auf den Daumen.
Nun ist alles ganz einfach, das Wasser der Wunderquelle auffangen, und ...

äh,
und, hmm, stimmt, der Treffpunkt ... . Noch immer unbekannt. Sollten
unsere Helden zu spät dran sein, alle Mühen umsonst, ein
ganzer Landstrich versteinert, Scham und Schande sich über
unsere Helden ergießen? Nach der Werbung erfahren sie mehr.
In dem unguten Gefühl unausgelastet zu sein und somit nicht genug zur Story beizutragen, beschließt Christoph einen kurzen Abstecher zum nahen Alpinen Triathlon. Die Disziplinen gliedern sich wie folgt:
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Es ist unschwer zu erahnen, wer als einziger Chancen auf das Siegerpodest hat.
Die Meditation weiser jungalter Damen hatte ja schon öfter zum Erfolg geführt und so beschließen auch weniger weise Teile der Heldengruppe zu meditieren (Ommmm!).

Die
Eingebung des weiteren Weges läßt nicht lange auf sich
warten (man ist ja schließlich Held mit einem guten Verheldnis
zu allen Eingabemedien), und tatsächlich findet die Gruppe
schnurstracks hin. Da ist er, das kann nur er sein: der Treffpunkt.

Schnell
Fichte gefällt, den Rasen kaputt zerlegen, Wasser versprengt
(nur die Aussicht läßt sich nicht entfernen) und endlich
kann es wieder heimwärts gehen.
Auch letzte Racheversuche von Ihnen umschiffen unsere Helden auf dem Abstieg souverän.
Erschöpft aber glücklich kehren die Helden in die erste Gaststätte ein, die ihnen über den Weg läuft. Endlich wieder gutes Essen, Eis und ...... freie Rücken.
Und so verstreuen sie sich in alle Winde, neuen Abenteuern entgegen. Noch viele Kämpfe und Intrigen erwarten sie, sei es in Undurchdringlichen Baseler Sarggruften oder in weiten Ebenen der Ostmarken. Sei es gegen Süsthor, Trans Bruder, den Unterdrücker der Löchner von Siliconien. Sei es gegen die Lotus-Blütenplage, die sonst tiefblauen Seen überschwemmt. Oder sei es inkognito als Helfer der Witwen und Waisen, als Tröster der Verzweifelten, als Vereiniger der Liebenden...
aber das sind alles Geschichten, die ein andermal erzählt werden sollen ...
The END
Ein Blick hinter die Kulissen, für alle, die schon immer wissen wollten, wie es bei Heldens so wirklich zugeht.
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